Zu hohe Radonwerte – Ganze Polizeistation muss umziehen!

50 Beschäftigte der Grenzpolizei Selb im Landkreis Wunsiedel müssen vorübergehend ihr Dienstgebäude verlassen. Sie werden in einem früheren Dienstgebäude in Schirnding arbeiten müssen. Der Grund für den Umzug ist, dass in ihrem jetzigen Dienstgebäude in Selb zu hohe Radonwerte gemessen wurden. Radon ist ein radioaktives Bodengas, das beim Zerfall von Uran und Radium entsteht und zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs ist. Die Radonsanierung des Gebäudes wird etwa ein Jahr dauern. Danach sollen alle Polizisten wieder an ihre gewohnte Arbeitsstätte zurückkehren können.

Der Landkreis Wunsiedel wurde von der bayerischen Regierung wegen der Radonmessung als Radon-Vorsorgegebiet erklärt. Aufgrund von Messungen, die in dem Dienstgebäude der Grenzpolizei durchgeführt wurden, wurde festgestellt, dass einige Räume überhöhte Radonwerte aufwiesen. Um die Gesundheit der Bediensteten zu schützen, wird das Gebäude für etwa ein Jahr saniert. Während dieser Zeit werden die Bediensteten in ein anderes Dienstgebäude in Schirnding umziehen. Nach dem Strahlenschutzgesetz müssen Arbeitsplätze mit einem Durchschnittswert von über 300 Becquerel pro Kubikmeter Luft saniert werden, um die Gesundheit der Arbeitnehmer zu schützen.

Erhöhte Radonwerte können in jedem Gebäude vorkommen

Radon ist unsichtbar, geschmacklos und geruchlos. Es gelangt in Innenräume durch undichte Keller und untere Geschosse. Die Konzentration ist in Mittelgebirgen und Gebieten mit viel Granitstein höher. Aber auch in Flussnähe können erhöhte Radonkonzentrationen vorkommen. Eigentümer und Bewohner von bestehenden Gebäuden können freiwillig Maßnahmen ergreifen, um die Radon-Konzentration zu senken. Neue Bauherren müssen durch bauliche Maßnahmen verhindern, dass Radon in das Gebäude eindringt. Arbeitsplätze müssen bei Überschreitung des Referenzwertes von 300 Becquerel pro Kubikmeter Luft Maßnahmen ergreifen, um die Radon-Konzentration zu senken.

Das Radonrisiko kann schnell ermittelt werden

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Da wir uns immer länger in Wohn- und Arbeitsräumen aufhalten, birgt auch Radon ein immer höheres Risiko für uns, dass wir nicht ignorieren sollten. Wer zügig handelt und in den seinen Räumen Radon-Messungen vornimmt, bekommt schnell Klarheit darüber, ob Grenzwerte überschritten werden oder nicht.

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