Warum der richtige Aufstellort entscheidend ist
Wer ein Radonmessgerät richtig aufstellen möchte, schafft die Grundlage für aussagekräftige Radonmesswerte. Denn unabhängig davon, ob ein digitales Radonmessgerät oder eine andere Messlösung verwendet wird: Zuverlässige Ergebnisse hängen wesentlich davon ab, wo und wie gemessen wird.
Radonmessgeräte ermöglichen es, die Radonkonzentration in unterschiedlichen Bereichen eines Gebäudes zu bestimmen. Besonders digitale Messgeräte eignen sich dazu, Radonwerte kontinuierlich zu beobachten und Veränderungen im Tages- und Wochenverlauf sichtbar zu machen.
Ob Keller, Schlafzimmer, Wohnzimmer oder Arbeitszimmer – grundsätzlich sollte dort gemessen werden, wo Sie die tatsächliche Radonsituation besser verstehen möchten. Damit sich die Ergebnisse anschließend sinnvoll einordnen und vergleichen lassen, spielen Standort, Messdauer und Umgebungsbedingungen eine entscheidende Rolle.
Warum die richtige Platzierung so wichtig ist
Radon ist ein natürlich vorkommendes radioaktives Edelgas, das aus dem Boden in Gebäude eindringen kann. Es ist weder sichtbar noch riechbar oder schmeckbar. Ob erhöhte Radonwerte vorliegen, lässt sich daher nur durch eine entsprechende Messung feststellen.
Dabei können sich Radonkonzentrationen im Laufe der Zeit deutlich verändern. Wetter, Luftdruck, Außentemperatur, Lüftungsverhalten oder auch die Nutzung einzelner Räume können die gemessenen Werte beeinflussen. Deshalb reicht es nicht aus, ein Radonmessgerät nur kurz aufzustellen und einen einzelnen Messwert zu betrachten.
Insbesondere digitale Radonmessgeräte ermöglichen eine kontinuierliche Messung. Dadurch lassen sich nicht nur aktuelle Radonwerte erfassen, sondern auch Entwicklungen über Stunden, Tage oder längere Zeiträume beobachten. Genau diese Verläufe helfen dabei, die Radonsituation im Gebäude besser einzuordnen.
Wo sollte ein Radonmessgerät aufgestellt werden?
Für eine aussagekräftige Radonmessung sollte das Messgerät möglichst in einem regelmäßig genutzten Raum stehen. Geeignet sind beispielsweise das Schlafzimmer, Wohnzimmer, Arbeitszimmer oder ein häufig genutzter Kellerraum.
Ebenso wichtig ist der genaue Standort innerhalb des Raumes. Das Radonmessgerät sollte auf einer stabilen und ebenen Fläche entsprechend den Herstellerangaben platziert werden. Bei vielen Geräten bietet sich beispielsweise ein Tisch, Regal oder Sideboard als geeigneter Standort an.
Außerdem sollte der Messort möglichst repräsentativ für die normale Raumluft sein. Vermeiden Sie daher Plätze unmittelbar neben Fenstern, Außentüren, Heizkörpern oder Lüftungsanlagen. Auch direkte Sonneneinstrahlung und andere starke Wärmequellen sollten vermieden werden.
Geeignete Standorte
Gut geeignet sind beispielsweise:
- ein Nachttisch im Schlafzimmer
- ein Regal im Wohnzimmer
- ein Schreibtisch im Arbeitszimmer
- eine stabile Ablage in einem regelmäßig genutzten Kellerraum
Entscheidend ist, dass das Radonmessgerät während der Messung möglichst unter normalen und für den jeweiligen Raum typischen Bedingungen betrieben wird.
Diese Standorte sollten vermieden werden
Weniger geeignet sind Bereiche mit starker Luftbewegung, außergewöhnlichen Temperaturen oder hoher Luftfeuchtigkeit. Dazu gehören unter anderem:
- Badezimmer
- Küchen
- direkt vor Fenstern
- neben Außentüren
- unmittelbar an Heizkörpern
- direkt unter Lüftungsauslässen
Die Faustregel lautet: Das Radonmessgerät sollte möglichst dort messen, wo die Luftverhältnisse für den jeweiligen Aufenthaltsraum repräsentativ sind.
Warum Sie das Radonmessgerät nicht ständig umstellen sollten
Gerade mobile oder batteriebetriebene Radonmessgeräte lassen sich unkompliziert in unterschiedlichen Räumen einsetzen. Trotzdem sollte das Gerät während einer laufenden Messung nicht ständig den Standort wechseln.
Radonwerte unterliegen natürlichen Schwankungen. Deshalb sollte ein Messgerät ausreichend lange an einem Standort verbleiben, damit nicht nur einzelne Momentaufnahmen, sondern auch typische Veränderungen im Tages- und Wochenverlauf sichtbar werden. Wie lange gemessen werden sollte, hängt dabei vom Messziel und vom verwendeten Gerät ab. Beachten Sie deshalb immer auch die jeweiligen Herstellerangaben.
Wer ein digitales Radonmessgerät bereits nach wenigen Stunden umstellt, erhält zwar erste Messwerte, kann daraus aber häufig noch keine belastbaren Rückschlüsse auf die längerfristige Radonsituation des Raumes ziehen.
Ein sinnvoller Ablauf ist daher:
- Einen Raum auswählen.
- Das Radonmessgerät entsprechend den Herstellerangaben korrekt platzieren.
- Über einen ausreichend langen Zeitraum kontinuierlich messen.
- Die Werte und Messbedingungen dokumentieren.
- Anschließend bei Bedarf den nächsten Raum prüfen.
Auf diese Weise entsteht nach und nach ein deutlich besseres Bild der Radonsituation im gesamten Gebäude.
Welche Erkenntnisse eine Raum-für-Raum-Messung liefert
Mit einem mobilen digitalen Radonmessgerät können verschiedene Räume eines Gebäudes nacheinander untersucht und miteinander verglichen werden. Das ist besonders interessant, weil sich die Radonkonzentration innerhalb eines Gebäudes von Raum zu Raum unterscheiden kann.
So lassen sich beispielsweise folgende Fragen beantworten:
- Sind die Radonwerte im Keller höher als im Erdgeschoss?
- Wie entwickeln sich die Werte nachts im Schlafzimmer?
- Welche Auswirkungen hat regelmäßiges Lüften?
- Gibt es Unterschiede zwischen Wohn- und Arbeitszimmer?
- Wie verändern sich die Werte über mehrere Tage?
Nicht nur ein einzelner Messwert ist dabei interessant, sondern vor allem der Verlauf über einen längeren Zeitraum. Dadurch können Zusammenhänge sichtbar werden, die bei einer kurzen Momentaufnahme möglicherweise verborgen bleiben.
Welche Vorteile digitale Radonmessgeräte bieten
Digitale Radonmessgeräte ermöglichen es, die Radonkonzentration kontinuierlich zu beobachten und Veränderungen über einen längeren Zeitraum nachzuvollziehen. Je nach Gerät können aktuelle Werte direkt angezeigt und Messverläufe zusätzlich über eine App oder andere Auswertungsmöglichkeiten betrachtet werden.
Besonders praktisch sind mobile beziehungsweise batteriebetriebene Geräte, wenn mehrere Räume nacheinander untersucht werden sollen. Ein Beispiel dafür ist der EcoQube Flex™ von Ecosense. Durch seinen Batteriebetrieb kann er unabhängig von einer Steckdose in verschiedenen Räumen eingesetzt werden.
Über das integrierte Always-On-E-Ink-Display lassen sich aktuelle Messwerte direkt am Gerät ablesen. Ergänzend bietet die Ecosense-App Möglichkeiten zur Auswertung von Messverläufen und zur Verwaltung verschiedener Messorte. Damit ist der EcoQube Flex beispielsweise für Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer interessant, die Radonwerte kontinuierlich beobachten und verschiedene Räume miteinander vergleichen möchten.
Grundsätzlich gilt jedoch unabhängig vom verwendeten Radonmessgerät: Entscheidend für aussagekräftige Ergebnisse sind die korrekte Anwendung, ein geeigneter Messort und eine für das jeweilige Messziel ausreichende Messdauer.
Fazit: Gute Messergebnisse beginnen mit dem richtigen Standort
Wer ein Radonmessgerät richtig aufstellen möchte, schafft die Grundlage für zuverlässige und aussagekräftige Messergebnisse. Ein geeigneter Standort, ausreichend Messzeit und eine systematische Vorgehensweise helfen dabei, die Radonsituation im eigenen Zuhause besser einzuschätzen.
Besonders digitale Radonmessgeräte bieten den Vorteil, dass Radonwerte nicht nur punktuell erfasst, sondern über längere Zeiträume beobachtet werden können. Mobile Geräte wie der EcoQube Flex ermöglichen darüber hinaus, verschiedene Räume nacheinander zu untersuchen und Messverläufe miteinander zu vergleichen.
Denn Radonschutz beginnt mit einer verlässlichen Messung – und gute Messwerte beginnen mit der richtigen Anwendung.
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