Wenn der Keller im Sommer zum Lieblingsplatz wird
Achtung Radon im Keller: An heißen Sommertagen gibt es kaum etwas Angenehmeres als einen kühlen Keller. Während sich Wohnräume oder Dachgeschosse stark aufheizen, bleibt es im Untergeschoss oft angenehm temperiert. Deshalb nutzen viele Menschen ihren Keller heute nicht mehr nur als Lagerraum, sondern auch als Homeoffice, Hobbyraum, Fitnessbereich oder Gästezimmer.
Doch genau dort, wo die Temperaturen besonders angenehm sind, kann sich ein unsichtbares Gesundheitsrisiko verbergen: Radon im Keller.
Viele bringen das Thema Radon vor allem mit der Heizperiode oder den Wintermonaten in Verbindung. Tatsächlich lohnt sich aber auch im Sommer ein genauer Blick auf die Raumluft – insbesondere dann, wenn Kellerräume regelmäßig genutzt werden.
Warum Radon vor allem im Keller auftreten kann
Radon entsteht beim natürlichen Zerfall von Uran und Radium im Boden. Von dort aus kann das radioaktive Edelgas über kleinste Undichtigkeiten in Gebäude eindringen. Besonders betroffen sind Räume mit direktem Erdkontakt – also Keller, Souterrainwohnungen oder das Erdgeschoss.
Typische Eintrittsstellen sind Risse in der Bodenplatte, Fugen zwischen Boden und Wand, Rohrdurchführungen oder ältere Gebäudeteile mit kleinen Undichtigkeiten. Oft bleiben diese Stellen über viele Jahre unbemerkt.
Der Keller ist deshalb häufig der erste Bereich eines Hauses, in dem Radon aus dem Erdreich in die Raumluft gelangt. Von dort kann sich das Gas über Treppenhäuser, Schächte oder andere offene Verbindungen auch in höhere Etagen ausbreiten.
Ein kühler Keller bedeutet nicht automatisch gute Raumluft
Viele Menschen verbinden einen kühlen Keller automatisch mit einem angenehmen Raumklima. Tatsächlich sagt die Temperatur jedoch nichts über die Qualität der Raumluft aus.
Ein Keller kann trocken, sauber und angenehm kühl wirken – und trotzdem erhöhte Radonwerte aufweisen. Genau das macht Radon so besonders: Das Gas ist weder sichtbar noch riechbar oder schmeckbar. Ohne eine Messung bleibt eine erhöhte Belastung deshalb unbemerkt.
Wer seinen Keller regelmäßig nutzt, sollte deshalb nicht nur auf Temperatur oder Luftfeuchtigkeit achten, sondern auch die Radonsituation kennen.
Warum auch im Sommer eine Radonmessung sinnvoll sein kann
Im Sommer verändern sich Lüftungsverhalten und Raumnutzung deutlich: Fenster werden häufiger geöffnet, Kellerräume bleiben dagegen oft geschlossen, damit die Hitze draußen bleibt. Gleichzeitig schwanken Radonwerte je nach Wetterlage, Luftdruck, Temperaturunterschieden und Gebäudenutzung. Deshalb sollte man sich nicht darauf verlassen, dass Radon im Sommer automatisch unproblematisch ist – auch wenn die Werte im Winter häufig höher sind.
Wichtig ist: Radon kann nicht nur im Altbau, sondern auch im Neubau auftreten, zum Beispiel über undichte Anschlüsse, Fugen oder Rohrdurchführungen. Wer Keller, Erdgeschoss oder andere erdberührte Räume regelmäßig nutzt, erhält nur durch eine Radonmessung zuverlässige Klarheit.
Wann Sie Radon im Keller messen sollten
Eine Radonmessung im Keller ist besonders empfehlenswert, wenn der Raum regelmäßig genutzt wird oder künftig als Aufenthaltsraum dienen soll.
Das gilt beispielsweise für:
- Homeoffice oder Arbeitszimmer im Keller
- Hobby- oder Fitnessräume
- Gästezimmer
- Spielzimmer
- ausgebaute Souterrainwohnungen
- Kellerräume nach einer energetischen Sanierung
- Immobilienkäufe oder Umbauten
Je früher erhöhte Werte erkannt werden, desto einfacher lassen sich geeignete Maßnahmen planen.
Fazit: Wer den Keller regelmäßig nutzt, sollte Radon im Blick behalten
Ein kühler Keller ist im Sommer ein angenehmer Rückzugsort – ob als Homeoffice, Fitnessraum oder Hobbybereich. Gleichzeitig gehört der Keller zu den Bereichen eines Gebäudes, in denen Radon im Keller am häufigsten auftreten kann.
Das bedeutet nicht, dass jeder Keller automatisch belastet ist. Es bedeutet aber, dass sich die tatsächliche Radonsituation nur durch eine Messung zuverlässig beurteilen lässt.
Mit einer professionellen Radonmessung schaffen Sie Klarheit über die Raumluft in Ihrem Zuhause und können bei Bedarf frühzeitig geeignete Maßnahmen ergreifen. Denn Radonschutz beginnt immer mit einer verlässlichen Messung.
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